Sonderstudie: Drei wachstumsstarke Dividendenaktien 1. Quartal 2026

So funktioniert meine Dividendenstrategie

Alexander von Parseval

Liebe Börsianerinnen und Börsianer,

viele Investoren begreifen Dividenden-Strategie folgendermaßen: Man kauft eine Aktie, die sofort eine maximale Dividendenrendite verspricht. Steht da also auf dem Etikett 7 oder gar 8 %, dann her damit, so der Plan.

Dieses Konzept der sog. Monsterdividende überzeugt mich allerdings nicht. Denn tatsächlich entstehen solche Monsterdividende sehr oft nicht deshalb, weil das Unternehmen so erfolgreich war und nun laufend die Dividende anhebt.

Hier gilt eher das Gegenteil: Der Aktienkurs ist gefallen, weil das Unternehmen letztlich nicht wirklich stark ist. Und wenn eben der Kurs fällt, steigt logisch die prozentuale Dividendenrendite. Die Dividende in Euro, Dollar oder Franken hingegen ist nie gestiegen.

Die Monsterdividende ist oftmals sogar ein Vorbote für eine Dividendenkürzung. Und dann ist die Not für den Investor groß, wenn der Kurs samit Dividende rückwärts gelaufen ist.  

Im Parseval verfolge ich daher einen anderen Ansatz. Ich habe keine Probleme damit, zunächst nur eine kleine Dividende zu kaufen, die dann anschließend jährlich wächst. Ein Praxisbeispiel: Ich habe 2008 die Aktie der Münchener Rück erworben. Damals stand auf dem Etikett 5,50 Euro pro Aktie. Das entsprach seinerzeit einer Dividendenrendite von unter 5 % .  

Anschließend hat das Assekuranz-Unternehmen die Dividende fast jährlich erhöht. So habe ich zuletzt für das vergangene Geschäftsjahr eine Gewinnbeteiligung in Höhe von 20 Euro (vor Steuern) eingesackt. Und das ist in der Tat eine Monsterdividende. Hier verdiene ich nämlich auf Basis des Kurses von 2008 mittlerweile eine Dividendenrendite von über 18 %.

Aber es kommt noch besser: Denn diese Dividende ist mir bei diesem qualitätsstarken und erfolgreichen auch der Höhe nach praktisch garantiert. Sie verstehen natürlich, dass ich diese Aktie nie mehr verkaufen werde.

Die Analysten gehen davon aus, dass die Bayern für das laufende Geschäftsjahr nochmals 2 Euro pro Aktie draufpacken werden. Für mich stiege dann die Dividendenrendite von 18,5 auf 20,3 %. Börsianer bezeichnen solche Aktien gelegentlich auch als Autopilot-Aktien. 

Sie verstehen das Prinzip: Wenn Sie starten, ist die Dividendenrendite möglicherweise noch bescheiden. Aber sie wächst permanent und baut sich zu einer gewaltigen Welle auf, sodass Sie jährlich prozentual zweistellig – nur mit der Dividende – verdienen. 

Im Folgenden stelle ich Ihnen meine letzten beiden Anschaffungen für das Parseval-Dividendendepot vor. Beachten Sie bitte, dass sich die Dividendenaktie 3 (Swiss Prime Site) gegenwärtig noch nicht im Parseval-Dividendendepot befindet. Trotzdem möchte ich, dass Sie diesen super-harten Titel der Schweizer Börse jetzt schon kennenlernen. 

Jetzt aber ran an die Lektüre! Erfahren Sie jetzt, wie Sie als Investor eine Dividendenstrategie wachstums- und rendite-orientiert spielen. 

 

dividendenaktie 1: BB Biotech AG

Biotech-Branche erwartet neuen Superzyklus

Biotech-Aktien galten lange als das ganz große Renditeversprechen unter Börsianern. Aber nach der Entwicklung der Covid-Impfstoffe durch Moderna und BioNTech ist in der Branche nicht mehr so ganz viel passiert. Aktuelle Blockbuster-Präparate wie diverse Adipositas-Medikamente wurden eher von Big Pharma wie etwa Eli Lilly oder Novo Nordisk entwickelt.

Ferner belastete der massive Zinsanstieg des Jahres 2022, denn Biotech ist ausgesprochen kapital-hungrig. Und wenn das (Fremd)kapital teuer wird, leiden die Biotech-Unternehmen und bringen die Innovation nicht oder nur verzögert in den Markt.

Gleichzeitig zeigten sich die entsprechenden Zulassungsbehörden für neue Medikamente oder Therapieformen zunehmend sperrig. Immer öfter musste der Antragssteller, also das Biotech- oder Pharma-Unternehmen weitere Daten und Studienergebnisse beibringen.

Lange Rede kurzer Sinn: In den vergangenen rund 3 Jahren waren Biotech-Aktien in ihrer Gesamtheit – mit einigen Ausnahmen wie etwa der Krebsdiagnostiker GRAIL – nicht besonders renditestark.

Das sind die Zutaten des neuen Superzyklus

Nun wendet sich allerdings das Blatt. Das sollen die drei Erfolgsfaktoren für das Comeback der Biotech-Aktien bzw. für den neuen Superzyklus sein.

1. Übernahmewelle: In den nächsten 10 Jahren laufen in der Pharmabranche Patente im Wert von gegenwärtig 400 Milliarden USD aus. Das entspricht ungefähr einem Drittel des aktuellen Jahresumsatzes der Branche. Folglich füllt Big Pharma gegenwärtig die absehbar erschöpften Produkt-Pipelines auf.

Dafür treten Novartis, Sanofi, Johnson & Johnson oder auch Novo Nordisk – um nur einige zu nennen – eine milliardenschwere Übernahmewelle los. Dabei holt man sich bevorzugt kleinere und mittelgroße Biotech-Unternehmen. Ein großer Kurstreiber für die entsprechenden Aktien! Dazu gleich mehr.

2. Neue Technologie: Meines Erachtens hat die US-Zulassungsbehörde ihre Prüfungspraxis noch nicht wirklich liberalisiert. Gleichwohl ist die Behörde ausgesprochen offen für Innovation bzw. Neupräparate in den Segmenten Gen- und Zelltherapie sowie der mRNA-Technologie. Nur zur Erinnerung: Der Covid-Impfstoff der BioNTech oder der Moderna beruht auf dieser Technologie.

Fazit: Die Branche fokussiert sich stärker als in der Vergangenheit, um wieder auf den Erfolgsweg zurückzufinden.

3. Künstliche Intelligenz: Nicht nur ich bin der Meinung, dass gute KI-Software Forschung und Entwicklung beschleunigen sowie die notorisch hohen Kosten der Entwicklungsphasen senken wird. KI sollte der Branche den Extra-Kick geben.

Wie spielen wir nun diesen anlaufenden Superzyklus?

Wir engagieren uns einen der besten Biotech-Investoren

Die schweizerische BB Biotech AG beteiligt sich als Holding oder Investmentgesellschaft an vielversprechenden Biotech-Unternehmen. In der Praxis wird dieses Investment für Sie weitgehend wie ein Biotech-Aktienfonds funktionieren. Dennoch bestehen zwei Unterschiede zu herkömmlichen Publikumsfonds.

Der formelle Unterschied: Das Portfolio eines Publikumsfonds ist als Sondervermögen insolvenz-geschützt. Zu Deutsch: Hier sind Sie als Investor Eigentümer des Portfolios. Der Fondsmanager agiert lediglich als Treuhänder. Im Fall einer Insolvenz hat der Insolvenzverwalter keinen Zugriff auf das Fondsvermögen.

Der Eigentümer des BB Biotech-Portfolios ist hingegen die Gesellschaft selbst. Sie als Investor sind also Eigentümer des Unternehmens und haben keinen direkten Anspruch auf deren Vermögen. Im Insolvenzfall wäre das Portfolio-Vermögen also gefährdet.

Dieses Risiko ist allerdings sehr theoretischer Natur, zumal die Eidgenossen praktisch ausschließlich aus dem Eigenkapital investieren. Laut Geschäftsbedingungen kann man zwar bis zu 15 % Fremdkapital aufnehmen. Das tut man aber nur sehr punktuell, um Marktchancen kurzfristig nutzen zu können.

Ich fasse mich kurz: Bei aller Phantasie fällt mir kein Weg ein, wie man ein solches Geschäftsmodell in die Insolvenz führen kann.

Die maximale Rendite: Vorbörslich kaufen

BB Biotech kauft überwiegend Anteile, also Aktien kleiner und mittelgroßer börsennotierter Unternehmen, wie sie jeder Aktienfonds oder auch jeder Privatanleger kaufen kann. Jetzt der zweite Unterschied zum Aktienfonds: Die Beteiligungsgesellschaft investiert rund 10 % des Portfolios in noch nicht notierte Biotech-Unternehmen. Publikumsfonds dürfen solche vor- oder außerbörslichen Anlagen (Private Equity) nicht tätigen.

So sind die Schweizer bereits Anfang 2018 – also vor dem Börsengang und vor der Pandemie – in das US-Unternehmen Moderna eingestiegen. Ich habe leider keine konkreten Zahlen zum Kaufvorgang gefunden.

Aber gehen Sie getrost davon aus, dass man die Beteiligung damals für einen Apfel und ein Ei erworben hat. Denn jenseits des eingeweihten Fachpublikums kannte das US-Unternehmen damals noch keiner.

Im Rahmen der Pandemie wurde Moderna bekanntlich zum schweren Milliarden-Unternehmen, an dem sich BB Biotech bzw. seine Aktionäre eine goldene Nase verdient haben. Hier bietet uns das Geschäftsmodell also die Chance auf die Extra-Rendite, wie sie ein konventioneller Aktienfonds nicht schaffen kann.

BB Biotech in CHF

Chartkommentar: Der Moderna-Coup lässt sich in der Tat unmittelbar aus dem Chart herauslesen. So markierte die BB-Aktie 2021 einen historischen Rekordkurs, als in Europa und Nordamerika flächendeckend – auch mit dem Moderna-Kandidaten – geimpft worden ist. Dann kam die Große Inflation plus entsprechender Zinserhöhungen, sodass die Aktie hart zurücklief. 2025 ist die Korrektur nun ausgelaufen, nachdem die Schweiz-Aktie ein Kaufsignal ausgesendet hat.

Die drei Anker-Investments der BB Biotech

Zum Abschluss gehen wir einmal von der BB Biotech weg und schauen uns die drei zentralen Beteiligungen an, die für rund 38 % der Performance im Portfolio stehen.

Ionos Pharmaceuticals: Das US-Unternehmen entwickelt RNA-Wirkstoffe, die die menschliche Proteinbildung steuern. Insgesamt hat man bereits 5 Wirkstoffe an Big Pharma-Unternehmen – Biogen und AstraZeneca – veräußert. Derzeit befinden sich 10 weitere Kandidaten in einer der drei klinischen Testphasen.

Ionos wird im laufenden Jahr einen Umsatz von rund 900 Millionen USD erzielen. Schwarze Zahlen sind noch nicht greifbar. Die Aktie ist derzeit mit knapp 15 % im Portfolio gewichtet.

Argenx SE: Das niederländisch-belgische Unternehmen befasst sich vorwiegend mit der Therapie von Autoimmunkrankheiten und hat hierfür das Präparat Vyvgart entwickelt und an den Markt gebracht. Argenx schreibt seit dem vergangenen Jahr schwarze Zahlen und soll seinen Gewinn künftig massiv ausbauen.

Die Argenx-Aktie wiegt an der Börse fast 49 Milliarden Euro und kann als eher konservative Position im BB-Portfolio gelten. Diese Position soll die Wertentwicklung des Portfolios bzw. der BB-Aktie glätten.

Revolution Medicines: Das US-Unternehmen forscht im Segment der Präzisionsonkologie und entwickelt derzeit einen Wirkstoff gegen Lungen- und Bauspeicheldrüsenkrebs. Die Umsätze sind noch sehr klein, sollen sich aber – so der Wirkstoff erfolgreich – in den nächsten 2 Jahren vervielfachen. Allein in den letzten 3 Monaten hat sich die US-Aktie fast verdoppelt.

Das Salz in der Suppe ist die Übernahme

Die Biotech-Branche gehorcht ganz eigenen Gesetzen. So werden die meisten Biotechs gegründet, um gezielt einen oder wenige Wirkstoffe zu entwickeln. Die Unternehmen werden nicht unbedingt für die Ewigkeit gegründet. In der Praxis verdienen viele dieser Unternehmen auch nie einen einzigen Euro oder Dollar.

Der Plan ist vielmehr die Übernahme des Biotechs durch ein etabliertes Pharmaunternehmen. Etwas platt gesprochen ist die Arbeitsteilung die: Biotech entwickelt und Pharma verkauft. 2024 war in dieser Hinsicht für die Eidgenossen ein ausgesprochen mageres Jahr. So konnte das BB-Management nicht eine einzige Transaktion, sprich Übernahme oder Fusion vermelden.

Jetzt die große Marktwende: Heuer wurden bereits vier Biotech-Unternehmen aus dem BB-Portfolio übernommen. Erst Ende Oktober holte sich Novartis für 12 Milliarden USD das Biotech-Unternehmen Avidity Biosciences. Generell wird bei diesen Übernahmen nicht gekleckert. So bezahlte US-Gigant Johnson & Johnson für Intra-Cellular fast 15 Milliarden USD.

Aber auch außerhalb des BB Biotech-Portfolios haben wir 2025 zahlreiche milliardenschwere Transaktionen gesehen. So haben Pfizer, Roche, Genmab und Merck ebenfalls zugefasst.

Ich bin guter Dinge, dass die Übernahmewelle als wesentliche Zutat des anlaufenden Superzyklus anhalten wird. Ich formuliere wieder einfach: Big Pharma hat dicke Konten, aber oftmals nur noch dünne Pipelines. Diese Konstellation ist für ein Beteiligungsunternehmen wie BB Biotech wie gemalt. Denn die Eidgenossen sind an vielen Unternehmen beteiligt, die für die großen Adressen der Pharmabranche ausgesprochen interessant sind.

Eine originelle Dividendenpolitik

Die Aktie der BB Biotech soll uns allerdings nicht nur Kursgewinne bescheren, sondern auch noch eine durchaus bedeutende jährliche Dividende. Dabei hat das Management die Gewinnbeteiligung für die Aktionäre an den Kurs der Aktie gebunden.

Alljährlich wird im Dezember der durchschnittliche Monatskurs ermittelt. Darauf zahlt dann die Gesellschaft seit 2013 immer exakt 5 % Dividendenrendite. Beispiele: Liegt dieser durchschnittliche Dezemberkurs bei 50 CHF, fließen Ihnen im März zusätzlich 2,50 CHF zu, also 5 % von 50 CHF. Beträgt der Dezember-Kurs nur 40 CHF, werden folglich nur 2 CHF auf Ihr Konto fließen.

Eine solche Dividendenpolitik entspricht nun nicht unbedingt der reinen Lehre des Parseval-Dividendendepots. Wie Sie wissen, erwarten wir dort ganz unabhängig von der Kursentwicklung stets steigende Dividendenausschüttungen.

Das kann die BB-Aktie eben nur dann leisten, wenn der Kurs alljährlich im Dezember höher liegt als im gleichen Vorjahreszeitraum. Aber genau diese Erwartung haben wir ja nun an die Aktie. Deshalb kaufen wir sie.

Kaufen Sie die Aktie der BB Biotech ganz unkompliziert in Euro! Als Handelssysteme bieten sich vor allem Xetra oder Tradegate an. Die Schweizer unter Ihnen gehen mit ihrer Order selbstverständlich nach Zürich.

Noch ein Hinweis zum Abschluss: Auf meinen üblichen Datenkasten, der die Gewinn- oder Dividendenschätzungen der Analysten wiedergibt, verzichte ich diesmal. Solche Daten sind hier nicht sinnvoll. Zwar meldet BB Biotech durchaus Quartalszahlen. So haben die Schweizer im abgelaufenen Quartal einen Gewinn in Höhe von 472 Millionen CHF oder 8,52 CHF je Aktie erzielt.

Dieser Gewinn entspricht ziemlich exakt dem Kurszuwachs der Portfolio-Positionen. Wollte ich also eine Gewinnschätzung für das laufende Quartal oder für 2026 erstellen, müsste ich die Kursentwicklung von rund 20 Biotech-Aktien schätzen. Das ist Blödsinn. Selbiges gilt logisch auch für die Dividende. Auch hier sind Prognosen sinnlos.

So kaufen Sie die Empfehlung BB Biotech AG: 

WKN / ISIN:

Börsenplatz:

Kauflimit:

Gewichtung:

Depot:

A0NFN3 / CH0038389992

Xetra

billigst

8 %

7%-Dividendendepot

dividendenaktie 2: Coca-Cola Europacific Partners plc

Der unbekannte Champion hinter Coca-Cola

 

Sie sind auch der Meinung, dass das US-Unternehmen The Coca-Cola Company Erfrischungsgetränke produziert und vertreibt? Dann irren Sie zumindest teilweise. Tatsächlich produziert Coca-Cola im Wesentlichen nur den Sirup oder das Konzentrat, dass dem weltbekannten Erfrischungsgetränk seinen Geschmack verleiht.

Den Rest erledigen dann die sog. Bottler oder zu Deutsch Abfüller wie zum Beispiel Coca-Cola Europacific Partners. Ein schneller Hinweis: Viele Webseiten führen dieses Unternehmen noch unter seinem alten Namen Coca-Cola European Partners. Richtig ist aber eben Coca-Cola Europacific Partners. Nutzen Sie bitte beim Kauf einfach die von mir am Ende dieser Empfehlung genannte ISIN-Nummer! Dann sind Sie immer auf der richtigen Seite.

Diese Abfüller versetzen das Konzentrat mit Wasser und Kohlensäure und füllen es anschließend in Dosen, Flaschen oder Fässern ab. Danach liefert man das Produkt in den Groß- und Einzelhandel sowie in die Gastronomie aus. Daneben betreibt Europacific Partners weltweit rund 1,3 Millionen eigene Getränkekühlschränke oder Verkaufsautomaten, wie sie Sie oftmals etwa an Bahnhöfen zu finden sind.  

In Asien und Neuseeland installiert Europacific gegenwärtig sog. Smart Cooler, also intelligente Kühlschränke. Hier öffnet der Konsument mittels einer Smartphone-App den Kühlschrank und entnimmt die gewünschte Anzahl an Getränken. Ein Sensorsystem registriert die Entnahme und rechnet sie im Hintergrund kontaktlos ab.

Vorbeigehen die Zeiten, in denen man lediglich (und mühsam) ein Getränk pro Bezahlvorgang aus einem Ausgabeschacht auf Fußhöhe entnimmt. Die neuen Geräte sind einfach und intuitiv in der Bedienung und dürften die Nachfrage nur fördern. Natürlich ist ein Abfüller wie Europacific bestimmt kein Tech-Unternehmen. Allerdings finden Sie in der Branche durchaus Technologie und Innovation.

 

Das krisensichere und internationale Geschäftsmodell

Diese Zahlen lesen sich imposant: Das Unternehmen beschäftigt 41.000 Mitarbeiter und beliefert über 4 Millionen gewerbliche Kunden indirekt über 600 Millionen Endverbraucher. Man beschäftigt weltweit 41.000 Mitarbeiter. Rund 70 % seines Umsatzes erzielt man in den stabilen Märkten Westeuropas. Der Rest verteilt sich in etwa auf Indonesien, Philippinen sowie Australien und Neuseeland.

Europacific ist damit der größte unabhängige Abfüller, der rund 40 % des Coca-Cola-Volumens produziert, ausliefert und vermarktet. Der Abfüller ist dabei keineswegs einfach nur ein ausgegliedertes Tochter-Unternehmen. Zwar hält Coca-Cola rund 17 % des Aktienkapitals an Europacific. Dennoch agiert man unternehmerisch völlig frei und wählt die Kunden eigenständig aus und legt zudem den Preis pro Flasche oder Dose eigenständig fest.

Natürlich ist Europacific eng mit Coca-Cola verbandelt. Rund 70 % des Umsatzes dürfte auf der Vermarktung der Coca-Cola-Marken wie Coca-Cola, Fanta, Sprite, Costa Coffee, Fuze Tea oder Apollinaris beruhen. Gleichwohl ist das Unternehmen mit Sitz in London frei, auch für andere Getränke-Unternehmen abzufüllen. So ist Europacific auch unter anderem für Monster Beverage – Marke hier Monster Energy – aktiv. Zu diesem Unternehmen später noch mehr.

Das Geschäftsmodell der Europacific Partners ist krisensicher und belastbar. Getränke wie Limonaden, Energy-Getränke, Kaffee oder Mineralwasser gehen immer. Stark zudem, der Abfüller ist im stabilen westeuropäischen und australischen Markt aktiv. Ganz interessant natürlich auch Indonesien mit seinen rund 280 Millionen Einwohnern.

Zuletzt noch wichtig im Sinne dieser Studie: Die Aktie weist derzeit eine solide Marktkapitalisierung von rund 40 Milliarden USD auf. Also kein Papier, dass man einmal eben nach unten drückt. So liegt auch die Schwankungsbreite (Volatilität) der Aktie nicht viel höher als jene des DAX. Das wissen Sie als Börsianer: Ein Index weist aufgrund seiner Streuung und Diversifizierung in der Regel eine niedrige Schwankung auf. Einzel-Aktien, die nur so wenig wie ein etablierter Index schwanken, gelten daher als besonders belastbar und konservativ.

Fazit: Coca-Cola Europacific gehört ohne Frage zu den härtesten Aktien dieser Welt.

 

Europacific vs. Coca-Cola: Wer ist besser?

Im Rahmen meiner Recherche habe ich mir natürlich die Frage gestellt: Warum mache ich es mir nicht einfach und empfehle Ihnen gleich quasi das „Original“ statt den Abfüller aus dem Hintergrund? Denn auch Coca-Cola bietet als Dividendenaristokrat starke defensive Qualitäten und weist per saldo sogar noch etwas weniger Schwankung auf.

Schauen Sie sich bitte zunächst den folgenden Chart an!

 

Europacific vs. Coca-Cola in EUR

Chartkommentar: In den vergangenen 5 Jahren entwickelte sich die Europacific-Aktie mit einer Kurs-Performance von rund 100 % signifikant besser als die Cola-Aktie, die im selben Zeitraum nur knapp 30 % geschafft hat.

 

Warum diese massive Out-Performance, obwohl beide Unternehmen im gleichen Markt und sogar noch am gleichen Produkt arbeiten?

Die Erklärungen sind vielfältig. So profitierte der Abfüller zuletzt etwa von seiner Partnerschaft mit Monster Beverage, deren Marke Monster Energy sich als enorm wachstumsstark entpuppt hat. Hier hatte das britische Unternehmen einen echten Trumpf im Ärmel.

Das aber ist der entscheidende Faktor: Der Markt der Bottler ist enorm fragmentiert. Derzeit arbeiten immer noch über 200 unabhängige Abfüller allein für Coca-Cola. So stammt etwa die Cola oder Fanta in Österreich und der Schweiz von einem anderem Abfüller (Hellenic Bottling), als diejenige die uns hierzulande oder etwa in Frankreich (von Europacific) serviert wird. Diese Kleinteiligkeit ist ein ungewöhnlicher Befund.

 

Europacific ist der Hai im Becken

Aber genau von dieser Kleinteiligkeit profitiert das Unternehmen mittlerweile enorm. So hat man 2021 Coca-Cola Amatil (Indonesien plus Australien und Pazifik) übernommen und sich folglich in Europacific umbenannt. 2024 holte man sich den zuständigen Abfüller aus den Philippinen in den Konzern.

So konnte das Unternehmen den Umsatz seit 2019 mehr als verdoppeln, während der Gewinn pro Aktie um 73 % gewachsen ist. Zum Vergleich: Coca-Cola selbst ist in diesem Zeitraum gemessen am Umsatz ungefähr um 29 % gewachsen.

Ich wiederhole mich: Immer noch befinden sich über 200 unabhängige Coca-Cola-Abfüller im Markt. Da sind also noch viele kleine Fische im Markt. Natürlich wird nicht nur Europacific fressen, sondern auch der wichtige lateinamerikanische Abfüller Coca-Cola FEMSA oder die zuvor genannte Hellenic Bottling. Europacific ist aber der Hai im Becken und ist gemessen am Umsatz um 50 % größer als die Nr.2 im Markt, FEMSA.

Noch ein Argument für die Aktie: The Coca-Cola Company dürften 99,5 % aller Aktionäre kennen. Viele werden die Aktie auch in ihrem Depot halten. Die werden also schon einmal nicht mehr für Nachfrage sorgen.

Europacific Partners kennen vielleicht 5 % der Anleger. Anders formuliert: Diese Aktie wird erst noch entdeckt. Auch das wird ihrer Kursentwicklung vermutlich nicht schaden, sofern das Unternehmen operativ weiterhin erfolgreich arbeitet und nebenbei noch die eine oder andere Übernahme eintüten kann.

 

Bottling: Neues Segment bringt neue Chancen

Bottling ist noch ein relativ junges und – wie schon geschrieben – für viele Anleger auch noch unbekanntes Segment. So hat etwa Coca-Cola die letzten eigenen Abfüllanlagen in den USA erst 2017 abgeschaltet bzw. verkauft. Ungefähr in diesem Zeitraum hat sich in Europa der Abfüller Europacific gebildet. Die Aktiennotierung des Unternehmens an der NASDAQ oder an der Börse London ist noch keine 10 Jahre alt.

Ich möchte dieses noch eher jugendliche Marktsegment genau jetzt für Sie in den Vordergrund schieben. Denn es bietet eben enorme defensive Qualitäten wie eben berechenbares Geschäftsmodell, vernünftige fundamentale Bewertung und gute und regelmäßig steigende Dividenden. Details dazu entnehmen Sie bitte dem beigefügten Datenkasten.

 

Diese defensiven Qualitäten schätze ich im gegenwärtig unklaren Marktumfeld. Und dafür muss ich oder müssen Sie noch nicht einmal auf Kursphantasie verzichten. Denn wie bereits ausführlich dargelegt: Der Markt ist noch frisch und wenig konsolidiert. Hier sehe ich langfristig für uns schönes Geld.

 

Dividende kommt in zwei Portionen und wächst beharrlich

Ein Teil dieses schönen Geldes werden wir in Form nahezu garantierter Dividenden kassieren. Dazu einige Worte: Das Unternehmen deklariert und plant die Dividenden auf Euro-Basis. Dabei fließt Ihnen regelmäßig ungefähr im Mai eine vorläufige Dividende (interim) zu. Im November fließt dann die Abschlussdividende (final), die in der Regel höher als die vorläufige ausfällt.

Heuer sind bereits 0,79 Euro an die Aktionäre geflossen. Absehbar werden dann zum Jahresende nochmals rund 1,20 bis 1,30 Euro pro Aktie nachgeschossen. Da Großbritannien keine Quellensteuer erhebt, versteuern Sie diese Dividende faktische wie diejenigen einer heimischen Aktie. Britische Aktien sind in diesem Punkt für uns sehr angenehm.

Zum Start können Sie also mit einer Dividendenrendite von rund 2,7 % planen. Die Marke der 3 % ist eine Formsache, da das Unternehmen üblicherweise die Dividende laufend erhöht. Lediglich im Pandemiejahr 2020 musste man einmalig zunächst kürzer treten, bevor das Unternehmen 2021 bereits wieder eine Rekorddividende ausgeschüttet hat.

Kaufen Sie die Aktie der Coca-Cola Europacific mit einer Gewichtung von 3,5 % Ihres Gesamtdepots! Diese Position werde ich in das Unterdepot Dividenden einbuchen. Ich plane mit der Dividendenaktie langfristig.

So kaufen Sie die Empfehlung Coca-Cola Europacific Partners plc: 

WKN / ISIN:

Börsenplatz:

Kauflimit:

Gewichtung:

Depot:

A2AJ8Q / GB00BDCPN049

NASDAQ

billigst

3,5 %

7%-Dividendendepot

dividendenaktie 3: Swiss Prime Site AG

Mehr Stabilität geht nicht – Betongold aus der Schweiz

 

Woran denkt der Deutsche, wenn er sich um sein Depot und um seinen Lebensstandard sorgt? Ganz genau! Wir denken an die Immobilie bzw. an Betongold. Woran denken wir noch? Wenn uns dann die ganz große Angst packt, dann denken viele von uns an den Schweizer Franken (CHF). Nicht ganz zu Unrecht schätzen Deutsche wie auch Österreicher die Schweiz als den Hort der politischen und wirtschaftlichen Stabilität ein.

Im Folgenden lesen Sie meine Kaufempfehlung für die Aktie des Schweizer Immobilien-Unternehmens Swiss Prime Site. Diese Kombination aus Immobilien, Schweiz und Franken bietet Ihnen jetzt in dieser Marktsituation maximal denkbare Sicherheit und Stabilität. Viel mehr geht nicht!

Aber ich sehe die Aktie gar nicht ausschließlich als Anti-Panik-Investment, sondern auch als starken Dividendenzahler, der sich nahtlos in das Dividenden-Depot einfügen wird. Kurzum: Diese Aktie ist sowohl für die Pessimisten als auch die Optimisten unter uns geeignet.

Das Unternehmen im Kurzporträt: Swiss Prime Site erwirbt, vermietet und verwaltet vorwiegend gewerbliche Objekte ausschließlich in der Schweiz. 43 % der Objekte befinden sich in Zürich, 22 % des Portfolios finden Sie rund um den Genfer See etwa in Genf selbst sowie Lausanne. Einige Objekte in Basel oder Bern runden das Portfolio zusätzlich ab. Die Immobilien sind gegenwärtig rund 12 Milliarden CHF wert.

Daneben erbringt Swiss Prime einige Dienstleistungen rund um die Immobilie wie etwa die Vermögensverwaltung oder Bauplanung und Projektierung. Ferner agiert man mit der Tochter Jelmoli als Einzelhändler sowohl im stationären wie auch im Online-Geschäft.

 

Home Office ist nicht mehr im Trend

Nach den Pandemie-Erfahrungen haben weltweit die Unternehmen ihren Mitarbeitern verstärkt die Möglichkeit des Home Office eingeräumt. Die Vorteile für beide Seiten schienen sehr offensichtlich: Die Mitarbeiter waren geschützt vor der Corona-Ansteckung. Ferner ersparte man sich zeitintensive Pendelei und das Unternehmen konnte die Bürofläche reduzieren.

Genau dieser letzte Punkt hatte die Investoren verunsichert. Man sah künftig generell herabgesetzten Flächenbedarf in den Unternehmen voraus. Keine gute Voraussetzung für Vermieter gewerblicher Immobilien!

Mittlerweile hat sich der Trend allerdings klar gedreht. Denn viele Mitarbeiter haben ihr Potenzial im Home Office nicht ausgeschöpft. Man war abgelenkt, hat in der Arbeitszeit die Waschmaschine bestückt oder den Hund Gassi geführt. Findige Programmierer sollen sogar für sich kleine Softwaren entwickelt haben, die am heimischen Arbeitsplatz Aktivität vorgetäuscht haben.

Natürlich wird das Home Office teilweise – vor allem im Vertrieb – als Ergänzung zum regulären Arbeitsverhältnis bleiben. Gleichwohl zeigen die letzten Ereignisse klar, auch künftig werden die Arbeitnehmer den Großteil ihrer Arbeit im Unternehmen und nicht daheim erledigen.

So hat hierzulande Adidas das Personal wieder in die Unternehmenszentrale geholt. Siemens hat den Rechtsanspruch auf Heimarbeit aus seinen Arbeitsverträgen gestrichen. Besonders entschlossen sind US-Unternehmen wie Amazon, Tesla oder Dell gegen das Home Office vorgegangen. Hier war die Ansage ans Personal robust: Wenn du bleiben willst, dann komme zurück ins Büro!  

Swiss Prime Site in CHF

Chartkommentar: Etwa 2023 haben sich die Personaler in den Unternehmen vom Home Office abgewandt. Seitdem ist die Aktie der Swiss Prime wieder gefragt. Natürlich ist die Trendwende nicht die einzige Erklärung für den Kursanstieg. Aber: Mit der Abkehr von der Heimarbeit ist die Existenzgrundlage der Immo-Verwalter wieder langfristig gesichert.

 

So funktioniert Innovation in einem konservativen Umfeld

Die Arbeit des Swiss Prime-Managements beobachte ich nun schon seit einigen Jahren. Dabei ist mir besonders die Innovationskraft der Schweizer ins Auge gestochen. So ist man am Firmensitz im Kanton Solothurn immer bemüht, neue und kreative Konzepte für den Markt zu entwickeln. Dies ist dem Management mit dem Gewerbeobjekt YOND im Zürcher Quartier Albisrieden in besonderer Art und Weise gelungen.

Hier hat Swiss Prime ein altes Industriegebäude revitalisiert. Dabei bietet YOND seinen Mietern unter anderem überhohe Decken, sodass bei gesteigertem Platzbedarf einfach eine Zwischengalerie eingezogen wird. So mietet der Kunde letztlich zunächst eine relativ kleine Grundfläche, die im Bedarfsfall durch einen weiteren Zwischenboden rasch und kostengünstig erweitert werden kann. Dadurch gewinnen die Mieter enorme Flexibilität und können sich allen Erfordernissen des Marktes rasch anpassen.

Kommentar: Hier erkennen Sie das Prinzip der Zwischendecke. Dabei sorgt die Holzkonstruktion für ein angenehmes Raumklima. Hat der neue Mieter hingegen andere Vorstellungen, ist die Zwischendecke auch wieder einfach demontierbar. So muss man heutzutage Immobilien vermarkten!

 

Die harten Zahlen: Immo-Standort Schweiz hoch attraktiv

t 2023 sind die Eidgenossen wieder klar auf der Erfolgsspur. Damals hatte die Pandemie bzw. ihre Spätfolgen noch böse in den Gewinn gebissen, sodass man operativ nur rund 400 Millionen Franken verdient hatte. Unter günstigen Marktbedingungen dürfte das Unternehmen bis 2028 die 600 Millionen Franken schaffen. Damit kann Swiss Prime binnen von nur 5 Jahren den Gewinn um rund 50 % steigern. Das ist vor allem für ein konservatives Geschäftsmodell mehr als nur respektabel.

Nur ganz nebenbei: Die Marktbedingungen sind für den Immobilien-Verwalter wieder günstig. So sinkt der Marktzins, also die Kosten zu denen Swiss Prime Fremdkapital aufnimmt, allmählich wieder gen Null. An keinem anderen europäischen Standort finden Immo-Unternehmen derzeit ein ähnlich günstiges Umfeld.

Daraus ergibt sich logisch, dass die Dividende nach einer Kürzung (2020) seit 2023 wieder wächst. So dürfen Sie für das kommende Geschäftsjahr mit einer Gewinnbeteiligung von 3,50 Franken pro Anteilsschein rechnen. Daraus errechnet sich auf Basis des letzten Kurses eine Dividendenrendite von knapp 3,5 %. In absehbarer Zeit wird hier für Sie dann eine 4 vor dem Komma stehen.

Zum Abschluss für Sie noch ein kleiner Vergleich: Warum ziehe ich derzeit die Aktie der Swiss Prime etwa dem deutschen Marktführer Vonovia vor? Die Deutschen agieren als Vermieter privaten Wohnraums in einem stark regulierten Marktumfeld. Mieterhöhungen sind selbst jenseits des Mietpreisdeckels begrenzt. Ferner muss man dem Mieter kurzfristige Kündigungsrechte einräumen. Sozialklauseln wiederum verhindern teils die wirtschaftlich optimale Verwertung der Immobilie.

Alle diese Renditebremsen gelten für Swiss Prime oder ganz generell Verwalter gewerblich genutzten Raums nicht. Hier verhandeln Sie die Miete und die Vertragslaufzeit völlig frei. Anders formuliert: Die gewerbliche Vermietung bietet sehr oft die bessere Rendite.

Holen Sie sich jetzt die Aktie der Swiss Prime ins Depot und lassen Sie die dann dort möglichst lange liegen. Sie haben damit einen echten Stabilitätsanker, der nebenbei auch noch regelmäßig zusätzliche Dividende für Sie aufbauen wird.

Bitte beachten Sie, diese Aktienempfehlung ist ein Zusatzservice im Rahmen dieser Sonderausgabe. Sie geht also zunächst nicht in mein Dividendendepot ein.

So kaufen Sie die Empfehlung Swiss Prime Site AG: 

WKN / ISIN:

Börsenplatz:

Kauflimit:

927016 / CH0008038389

Zürich

billigst

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