Sonderstudie: Energie- und Edelmetalle 1. Quartal 2026
Alexander von Parseval
Liebe Börsianerinnen und Börsianer,
ich lehne mich aus dem Fenster. Edelmetalle plus kritische Energiemetalle, das ist die neue Renditeformel oder die perfekte Kombination für den Rohstoff-Investor. Was meine ich konkret? Gold geht bereits seit vielen Monaten nordwärts. Daran wird sich mutmaßlich auch nicht viel ändern, solange Donald Trump den US-Dollar – wahrscheinlich – gezielt schwächt. Und Gold zieht immer dann, wenn der Dollar schwächelt.
Mittlerweile steigen auch die Edelmetalle aus der zweiten Reihe wie etwa Palladium oder Platin spürbar an. Auch dieser Preisaufschwung dürfte sich fortsetzen. So sinkt etwa die Palladium-Förderung seit Jahren stetig. Gleichzeitig haben die Russen sehr wahrscheinlich ihre vormals üppigen Lagerbestände inzwischen weitgehend verkauft. Der Markt läuft also ins Defizit.
Dabei profitieren Sie davon, dass die Platinmetalle nicht ganz so im Fokus der Investoren stehen. Zu Deutsch: Hier können Sie noch wirkliche Entdeckungen machen.
KI braucht Strom, also das Energiemetall Uran
Schauen wir uns nun die Energiemetalle an! Muss ich wirklich viel zu Uran sagen? Das Metall ist so gefragt wie seit Jahrzehnten nicht mehr. Denn die Cloud-Center und die KI-Beschleuniger entpuppen sich als Stromfresser. Eigentlich gehört deshalb neben jedes halbwegs große Datencenter so ein modularer Reaktor (SMR). Und diese neuartigen Mini-Reaktoren werden mit Uran angetrieben. Und die großen Reaktoren, wie sie nun jetzt auch wieder geplant werden, verbrauchen bekanntlich noch mehr Uran.
Im Folgenden stelle ich Ihnen die Aktie der Sibanye Stillwater vor. Das südafrikanische Unternehmen fördert alle zuvor genannten Edel- und Energiemetalle und sonst nichts. Anschließend stelle ich Ihnen den Spezialisten für Platinmetalle, Impala Plat, vor. Und in der Empfehlung 3 befasse ich mich mit einem der führenden Ausrüster der Nuklearbranche. Zudem bereitet das US-Unternehmen das Energiemetall Uran auf, damit es die neuen Mini-Kraftwerke (SMR) antreiben kann.
Metallaktie 1: Sibanye Stillwater Ltd
Dieses Minenunternehmen hat alle Metalle
Stellen Sie sich einmal vor, Sie graben in Südafrika nach Gold! Und Sie finden tatsächlich welches. Das ist dann schon einmal sehr schön für Sie. Wenig später entdecken Sie dann, dass der Aushub aus Ihrer Goldmine reichlich Uran enthält. Und das ist dann spektakulär.
Denn sog. Dual-Commodity-Assets oder zu Deutsch ungefähr Zweifach-Vorkommen sind in dieser Welt ausgesprochen selten. Das südafrikanische Minenunternehmen Sibanye Stillwater hat vor wenigen Jahren genau ein solches Zweifach-Vorkommen entdeckt.
Gewinne explodieren: Platinmetalle plus 213 %
Aber der Reihe nach! Schauen wir uns zunächst den Fördermix des Unternehmens an! Sibanye Stillwater ähnelt teilweise dem Minenunternehmen Impala Platinum, das ich Ihnen gleich vorstellen werde. So hat Sibanye Stillwater zuletzt ausweislich des aktuellen Quartalsberichtes knapp 60 % seines operativen Ergebnisses mit der Förderung von Platinmetallen (Platin, Palladium, Rhodium) erzielt.
Das ist schon einmal kein schlechtes Kaufargument. So hat man in der Einheit Platinmetalle-Südafrika das operative Ergebnis um 213 % gesteigert.
Gehen wir weiter! Im Gegensatz zu Impala fördert Sibanye allerdings auch noch Gold. Das wissen Sie garantiert: Der Goldpreis haussiert, und so steigerte man in dieser Einheit den operativen Gewinn im Jahresvergleich um 177 %.
Typisch für solche mittelgroßen Förderer ist dabei, dass man die Produktion oftmals zum Tagespreis verkauft. In der momentanen Marktkonstellation ist dieses Geschäftsmodell hoch lukrativ, weil man von jeder kleinen Preisverbesserung sofort profitiert.
Dabei wirkt für den Förderer ab einem bestimmten Preisniveau (Break even) zusätzlich ein Hebel. Im vergangenen Quartal lag dieser Hebel für Sibanye in der Platinmetall-Förderung bei knapp 6. Anders formuliert: Steigt die Unze Platin oder Palladium im Preis um einen Dollar, wächst das operative Ergebnis des Unternehmens um 6 USD.
Ab 2026 schaltet Sibanye Lithium auf
Ich wiederhole mich: Schon der aktuelle Fördermix der Südafrikaner ist gut. Aber es kommt noch viel besser. Denn das Minenunternehmen entwickelt derzeit das Keliber-Projekt im Westen von Finnland.
Das steht in der Machbarkeitsstudie von 2022: Danach werden die Südafrikaner hier Lithium aus Hartstein (Spodumen) fördern. Die Mine hat Stand heute eine Lebensdauer von rund 16 Jahren. Der Förderpreis wird in der Studie auf rund 4.200 Euro pro Tonne batteriefähigem Lithium geschätzt. Zum Vergleich: Aktuell kostet eine solche Tonne in Europa rund 10.000 Euro. Die Gewinnspanne ist also erheblich.
Bilderklärung: Hier entsteht der Konzentrator, der nahe der Gemeinde Kaustinen das rohe Lithiumerz zerkleinert, mahlt und anschließend konzentriert. Anschließend wird dann das Konzentrat zum batterie-fähigen Lithium veredelt bzw. raffiniert. Das Bild ist vom August 2024. Quelle: Photo-Gallerie des Unternehmens
2026 soll die Anlage inklusive einer eigenen Raffinerie die ersten Einheiten produzieren und verkaufen. Der Zeitpunkt für den Produktionsstart könnte kaum besser sein. Die Lithiumpreise liegen im langjährigen Vergleich immer noch im Keller. Allerdings zeichnet sich eine Preiswende ab. So markierte das kritische Energiemetall in China zuletzt ein Jahreshoch.
Diese Information gehört natürlich auch dazu: Die Erschließung der Mine wird am Ende rund 800 Millionen Euro kosten. Sibanye steht in der Finanzierung der Startkosten allerdings nicht alleine. So unterstützt Brüssel die erste europäische Lithiumproduktion mit einem vergünstigten Darlehen von 150 Millionen Euro. Ferner ist der Staat Finnland als Minderheitsaktionär (20 %) mit im Boot. Die übrigen Kapitalanteile liegen bei Sibanye.
Maximale Rendite: Uran nur noch abtransportieren
Es geht weiter: Im nächsten Jahr wird das südafrikanische Minenunternehmen zudem indirekt in die Uranförderung einsteigen. So hält man 40 % der Förderrechte am Uran-Projekt Beisa in Südafrika. Der Mehrheitsaktionär ist hier der Uran-Explorer Neo Energy Metals, der zuvor 60 % der Beisa-Anteile von Sibanye erworben hat.
Uran in USD je angloamerikanisches pound ≈ 0,454 kg
Chartkommentar: Zeitweise hat sich das Energiemetall im Preis binnen von nur drei Jahren fast vervierfacht. Im vergangenen Jahr korrigierte der Preis. Nun kann es wieder aufwärts gehen. Uran gilt mittlerweile wieder als kritisches und wertvolles Energiemetall.
Insgesamt soll die Beisa-Mine ab dem kommenden Jahr mindestens 1 Million Pfund Uran sowie rund 100.000 Unzen Gold hervorbringen. Sibanye ist neben der Aktienbeteiligung zusätzlich am Fördererfolg beteiligt und wird mindestens 5 USD pro Pfund Uran erhalten (sog. Royalty).
Zum Schluss betrachten wir das Filetstück im Unternehmen Sibanye Stillwater, auf das ich bereits eingangs angespielt habe. Denn im Cooke-Projekt (Provinz Gauteng, Südafrika) liegt in der Tat Roh-Uran auf Abraumhalden, also an der Erdoberfläche. Da müssen Sie nur noch mit dem Bagger reinfahren und es abtransportieren.
Gemessen am förderbaren Volumen von – rund 32 Millionen Pfund – ist das Vorkommen im internationalen Vergleich zwar eher klein. Aber die Förderkosten sind hier zu vernachlässigen und die Gewinnmarge dürfte folglich maximal sein. Auf Basis der aktuellen Marktpreise sind die uranhaltigen Halden des Unternehmens derzeit 2,5 Milliarden USD wert. Zum Vergleich: Derzeit wiegt das Unternehmen an der Börse etwas über 7 Milliarden Euro.
In den nächsten Wochen werden die Südafrikaner noch eine geologische Studie vorlegen, die uns weitere wichtige Daten liefern wird. Danach wird man 2026 entscheiden und die Finanzierung des Projektes aufstellen. Unter günstigen Bedingungen kann das Uran-Projekt 2028 in die Förderung gehen.
Der Förderstart ist also nicht gleich morgen und vor 2028 wird das Cooke-Projekt den Gewinn im Unternehmen nicht treiben. Aber das soll uns jetzt gar nicht kratzen. Denn die Gegenwart und absehbare Zukunft der Südafrikaner ist jetzt schon sehr gut. Und da legt das Unternehmen jetzt noch etwas „Uran-Phantasie“ obendrauf. Diese Kombination aus starker Gegenwart plus Zukunftsphantasie ist normalerweise ein mächtiger Kurstreiber.
Ohne Übertreibung: Sibanye ist einzigartig
Das südafrikanische Minenunternehmen ist vor allem vor dem Hintergrund der aktuellen Marktlage perfekt aufgestellt und diversifiziert. Die zuvor ausgebombtem Platinmetalle und Lithium drehen wieder auf. Gleichzeitig markieren Gold und Uran praktisch jede Woche neue Hochkurse.
Ich gehe in meiner Einschätzung sogar noch weiter: Sibanye ist gegenwärtig einzigartig. Dieser fokussierte Fördermix aus Edelmetallen und kritischen Energiemetallen sucht seines Gleichen.
Natürlich sind auch andere Bergbau-Unternehmen diversifiziert. So fördert beispielsweise Rio Tinto ebenfalls Gold, Lithium und Uran. Allerdings eben auch Eisenerz, Bauxit und Aluminium, also vergleichsweise schwach-preisige Industriemetalle. Im Fördermix der Sibanye Stillwater gefällt mir aber ausnahmslos jedes einzelne Metall. Da muss ich keine Kompromisse eingehen, sondern sehe starken Fokus und für uns viel Rendite.
Die Analystenschätzungen bestätigen meinen Optimismus. So soll das Unternehmen seinen Gewinn pro Aktie im kommenden Jahr mehr als verdoppeln. Bis 2027 wird man praktisch schuldenfrei sein und für seine Aktionäre maximal Substanz aufbauen. Vergleichen Sie hierzu bitte auch den beigefügten Datenkasten!
Gewinn und Umsatzschätzungen Sibanye Stillwater
Ich empfehle die Aktie der Sibanye Stillwater für das NextGeneration-Depot. Sehen Sie dafür eine Gewichtung von 6 % bezogen auf den Risikoanteil Ihres Depots vor!
Obacht! Derzeit können Sie die Aktie direkt als Original-Aktie handeln oder aber als ADR-Zertifikat (American Deposit Receipt). Dabei ist jedes Zertifikat mit vier Original-Aktien hinterlegt. Deshalb ist das Zertifikat (optisch) auch viermal teurer als eine Original-Aktie. In der Praxis dürfte es wenig relevant sein, welches Wertpapier Sie erwerben.
Beachten Sie allerdings, dass ADR-Zertifikate mit kleinen Spesen für die ADR-Bank – hier BNY Mellon – belastet sind. Diese Spesen werden in der Regel von der Dividende abgeschlagen.
Diese Empfehlung bezieht sich auf die Original-Aktie. Kaufen Sie diese am besten direkt an der Börse Johannesburg zu Kursen bis 49,60 Südafrikanischen Rand. Kleinere Volumina handeln Sie hierzulande am besten über das Tradegate-System. Hier wird es aber sinnvoll sein, die Transaktion auf zwei Schritte zu verteilen. Als Kauflimit empfehle ich 2,50 Euro glatt.
So kaufen Sie die Sibanye Stillwater Ltd:
WKN / ISIN:
Börsenplatz:
Kauflimit:
Gewichtung:
Depot:
A2PWVQ / ZAE000259701
Johannesburg
49,60 ZAR
6 %
NextGeneration-Depot
Metallaktie 2: Impala Platinum Holdings Ltd
Große Chance für Platinmetalle
Im Kern ist der Rohstoffmarkt für uns Börsianer einfach und dankbar. Er funktioniert streng zyklisch und befindet sich entweder in der Überversorgung oder in der Unterversorgung bzw. im Defizit. Typisch für den Markt ist dabei, dass sich dieses Ungleichgewicht nicht so schnell auflösen lässt. Denn die Erschließung und Inbetriebnahme einer neuen Goldmine oder einer frischen Ölquelle in der Nordsee besorgt man nicht binnen weniger Quartale.
Umgekehrt: Wenn eine Mine, vor allem im Untertagebau, nach jahrelanger Planung und Erschließung einmal fördert, schließt man sie nicht gleich wieder zu, weil der Spotpreis gerade aus Sicht des Förderers nicht optimal ist. Tatsächlich ist der Abbau von Förderkapazitäten in der Branche eine langwierige und aufwändige Angelegenheit. In der Praxis verschieben viele Rohstoff-Unternehmen deshalb allfällige Förderanpassungen so lange, bis man in die roten Zahlen läuft.
Eine derartige zyklische Baisse erleben wir gegenwärtig im Markt der Platinmetalle. Ganz kurz, damit wir alle auf dem gleichen Informationsstand sind: Platinmetalle umfassen neben Platin selbst auch noch Palladium, Rhodium, Iridium, Ruthenium und Osmium. Sie sind in ihren Materialeigenschaften vergleichbar. Zudem fallen Platin und Palladium oft in der Förderung gemeinsam an und werden anschließend in der Aufbereitung getrennt. Wirtschaftlich relevant – auch im Sinne dieser Empfehlung – sind vor allem Platin, Palladium und mit kleineren Abstrichen Rhodium.
Bemerkenswert ist der massive Crash des Palladiumpreises. Das Metall profitierte zunächst massiv vom sog. Dieselskandal, als sich die Marktgewichte stark von Diesel-Fahrzeugen zu Benzinern verschoben haben. Die Erklärung: In der Vergangenheit wurde Platin bevorzugt im Diesel-Katalysator verarbeitet, während Palladium für den Benziner benötigt worden ist.
Mittlerweile ist diese Unterscheidung nicht mehr so trennscharf, da Platin nun auch in Benzin-Katalysatoren funktioniert. Auch dieser Faktor hat den Palladium-Crash in den vergangenen Monaten nochmals angeheizt, als die Autobauer substituiert haben bzw. zunehmend von Palladium auf Platin umgestiegen sind.
So gilt: Palladium wurde 2022/23 nach Bildung einer Spekulationsblase geschlachtet. Platin präsentierte sich besser, hat gleichwohl in den vergangenen 5 Jahren ebenfalls kaum einen Meter gemacht. Damit gilt: Die beiden Platinmetalle haben Aufholbedarf. Dabei ist es für den Investor nicht ganz entscheidend, welches der beiden Metalle nun im Preis stärker zulegt. Langfristig werden sowohl Palladium wie auch Platin gemessen an der Performance ungefähr parallel laufen oder parallel ansteigen.
Es gibt noch einige andere Wirkfaktoren, die den Preis der Platinmetalle in den vergangenen Jahren ungünstig beeinflusst haben. So brach 2020 pandemie-bedingt die Nachfrage der Autoindustrie um 14 % ein. Anfang 2022 wurde der Markt schwer erschüttert, nachdem die Russen die Ukraine angegriffen haben. Hintergrund hier: Russland ist gemessen am geförderten Volumen die Nr. 1 für Palladium und nach Südafrika die Nr. 2 für Platin. Dazu später mehr!
Analysten: Die Unterversorgung wird offensichtlich
Konzentrieren wir uns auf das große Gesamtbild jenseits der Mikrofaktoren! Zunächst wieder ein Schaubild zum Markt:
Kürzlich hat der führende Katalysatoren-Hersteller Johnson Matthey eine interessante Studie zum Markt der Platinmetalle veröffentlicht. Danach war der Markt bereits im Jahr 2023 mit 518.000 Unzen Platinmetall unterversorgt. Im laufenden Jahr soll das Defizit auf fast 600.000 Einheiten anwachsen. Die Studie der Briten sieht ein Defizit voraus wie seit 10 Jahren nicht mehr.
Die reinrassige Platinmetall-Empfehlung: Impala Platinum
Wie spielen wir nun die zuvor beschriebene Unterversorgung des Marktes für Platinmetalle? Hier drängt sich die Aktie des südafrikanischen Minenunternehmens Impala Platinum auf. Die Südafrikaner sind der größte reinrassige Förderer der Metalle. Gemessen am Ausstoß sind zwar beispielsweise Norilsk Nickel oder Anglo American größer. Die Aktien der russischen Norilsk stehen uns allerdings aus bekannten Gründen nicht zur Verfügung. Für den Rohstoff-Multi Anglo American sind die Platinmetalle nur „Beifang“, sodass man hier nur begrenzt profitiert, wenn sich die Preise für Platin und Palladium künftig erholen.
Impala produziert gegenwärtig weltweit an drei Standorten: Zunächst im südafrikanischen Bushveld Complex, daneben im kanadischen Ontario (Impala Canada) sowie in der Bergbauregion Great Dyke in Simbawbe. Diese Förderung hat man erst im vergangenen September durch die Übernahme des Konkurrenten Zimplats erworben.
Hier fördern die Südafrikaner preisgünstig rund 250 Meter unterhalb der Erdoberfläche. Zum Vergleich: Im Projekt Lac des Iles (Ontario) fahren die Kumpel bis zu 1.500 Meter unter die Erde, um die wertvollen Metalle aus dem Stein zu bohren. Ferner lagern in Simbawbe enorme Reserven. Vereinfacht gesprochen, Great Dyke ist die Zukunft von Impala. Auf der anderen Seite ist der Standort Simbawbe politisch und wirtschaftlich notorisch instabil. Hier kaufen wir also gewisses politisches Risiko ins Depot. Dieser Befund gilt im Kern allerdings für sehr viele Rohstoff-Investments. Leider haben die meisten politischen Stark-Standorte wie Deutschland, Schweiz oder Dänemark keine erwähnenswerte Rohstoff-Förderung.
Gleichwohl investieren Sie hier in ein vernünftiges Unternehmen, das zu den größten Afrikas gehört. Man berichtet im Rahmen von Halbjahresberichten nach westlichen Standards (IFRS). In der Tat bietet das Unternehmen für den Analysten unzählige Kennzahlen an, sodass ich hier sauber recherchieren kann.
Noch vor rund einem Jahr hat Impala rote Zahlen geschrieben und musste nach dem langjährigen Preisverfall besonders bei Palladium auch die Dividende aussetzen. Inzwischen hat sich das Blatt allerdings ganz grundsätzlich gewendet, wie die vorläufigen Geschäftszahlen 2025 zeigen. Danach wurde die Unze im Schnitt zu umgerechnet 1.752 Euro verkauft. Die Förderkosten lagen bei umgerechnet 1.222 Euro je Einheit. Die Gewinnmarge ist also zurzeit sehr auskömmlich und wird weiter wachsen, sofern die Platinmetalle nach der jüngsten Zwischenkorrektur wieder anziehen.
Mein Kaufargument: Gehen Sie in den Markt, bevor der Trend dreht
Der erfolgreiche Rohstoff-Investor geht immer dann freudig in den Markt, wenn die Nachrichtenlage schwach ist, denn dann findet er oder sie den guten Einstandskurs. Wie bereits eingangs erläutert, verlangt das Rohstoff-Investment antizyklische Planung. Folglich sehen wir derzeit im Segment der Platinmetalle einen günstigen Kaufzeitpunkt.
Generell gilt: Die Stimmung in der Branche ähnelt einer harten Depression. Angeblich arbeiteten noch Anfang 2025 rund 50 % der Platinmetall-Projekte in Südafrika im Minus. Impala musste daher rund 3.000 Kumpel und Angestellte der Zentrale entlassen. Konkurrent Sibanye Stillwater baute ebenfalls Ende 2024 Personal ab.
Zudem haben wir in der Vergangenheit eine Übernahmewelle gesehen, die einige Kleinförderer vom Markt genommen hat. So hat Impala nicht nur Zimplats geschluckt, sondern zuvor auch North American Plat (Standort Ontario). Sibanye Stillwater hat sich den britisch-südafrikanischen Förderer Lonmin geholt. Derzeit kennt der Markt mit Northam Plat nur noch einen unabhängigen Kleinförderer. Eine solche Marktbereinigung ist eine wichtige Voraussetzung für eine anhaltende Branchenwende.
E-Autos brauchen kein Platin – Was macht man mit Russland?
assen mich zum Abschluss nochmal auf zwei Aspekte zurückkommen, die ich zuvor nur gestreift habe. Erstens: Platinmetalle als Material des Verbrenner-Katalysators und zweitens Russland als ein führender Platinmetall-Förderer. Sind diese Aspekte preisrelevant und wenn ja, in welche Richtung werden sie wirken?
Die Autobauer haben in der jüngeren Vergangenheit rund 40 % des Platin- und 80 % des Palladiumangebotes aufgekauft. Die Metalle hat man dabei bekanntlich ganz überwiegend für den Katalysator des Verbrenners benötigt. Nun begegnet mir immer wieder das Argument, der Verbrenner wird sterben und folglich wird die Nachfrage der Autobauer nach den beiden Metallen schrumpfen.
Das sind die Fakten: Momentan werden weltweit rund 25 % der Neuwagen mit einem E-Motor ausgestattet. Alle andere Produktion verlangt unverändert Platin oder Palladium. Der Dienstleister Metals Focus geht deshalb davon aus, dass die Nachfrage zunächst nicht sinken wird. Ich selbst gehe davon aus, dass die Nachfrage der Autobauer nach den beiden Metallen langfristig um 1 bis 2 % pro Jahr sinken wird. Hier gilt: Die weltweite Verbreitung des E-Autos schreitet allmählich voran, sodass die Nachfrage sicherlich nicht schockhaft einbrechen wird.
Weithin unbekannt ist zudem die Tatsache, dass die Wasserstoff-Technologie viel Platin benötigt. So befindet sich in den Brennstoffzellen eines großen Lkws so viel Platin wie in 10 bis 15 Diesel-Pkws. Daneben benötigen Elektrolyseure Platin, während die Speicherung des Gases Palladium verlangt.
Derzeit ist die Nachfrage aus dieser Richtung noch überschaubar. So standen Wasserstoff-Anwendungen im vergangenen Jahr nur für leicht über 1 % der globalen Nachfrage (ca. 90.000 Unzen) nach Platin. Heuer soll diese Nachfrage allerdings auf rund 140.000 Unzen steigen. Generell sieht die Minenbranche hier viel Zukunft.
Russland als führender Produzent der Platinmetalle. Zunächst die harten Infos: Weltweit stammen fast 50 % der Palladium-Produktion aus russischen Minen. Bei Platin ist man nicht so dominant, aber immerhin nach Südafrika noch die Nr. 2 im Markt. Bislang unterliegt der russische Export der Platinmetalle nicht dem westlichen Sanktionsregime. Ich habe auch keine Anhaltspunkte, dass sich dieser Sachverhalt nächstens ändern wird. Aus wohlverstandenem Eigeninteresse packt die Politik in Berlin, Brüssel oder Washington dieses Thema momentan nicht an.
Das muss aber nicht unbedingt so bleiben. So hat die US-Regierung immerhin schon verfügt, dass US-Versorger nächstens kein russisches Uran mehr kaufen dürfen. Den Betreibern der Kernkraftwerke bleibt kaum Zeit, um sich auf die neue Situation einzustellen. Diese neue Sanktionsmaßnahme ist keineswegs symbolischer Natur. 2023 stammte 24 % des in die USA eingeführten Urans aus Russland.
Das bedarf keiner besonderen Erklärung: Sollte es im Segment der Platinmetalle ebenfalls Sanktionen gegen Russland geben, wird die Aktie der Impala Plat sofort steil gehen. Ich wiederhole mich: Nichts ist konkret, aber „Phantasie“ ist durchaus im Markt.
Bitte beachten Sie Folgendes: Der Kurszettel bietet Ihnen Impala als Direkt-Investment bzw. Aktie an oder als ADR-Zertifikat. Wir nehmen natürlich das Direkt-Investment, zumal das Zertifikat derzeit an deutschen Börsenplätzen nur sporadisch gehandelt wird. Nutzen Sie doch einfach den Orderservice OTC (One Click Trading). Hier wird für Sie automatisch die richtige Kennnummer hinterlegt, sodass Sie auf der sicheren Seite sind.
So kaufen Sie die Impala Platinum Holdings Ltd:
WKN / ISIN:
Börsenplatz:
Kauflimit:
Gewichtung:
Depot:
A0KFSB / ZAE000083648
Tradegate
10,60 EUR
8 %
NextGeneration-Depot
Metallaktie 3: BWX Technologies Inc
Zukunftsenergie Kernkraft – So profitieren Sie!
In den 70er- und 80er-Jahren des vergangenen Jahrhunderts feierte die Kernkraft ihren großen Durchbruch. Es waren die goldenen Jahre der Branche. Europa, USA und Sowjetunion bauten enorme Kapazitäten auf. Atomstrom wurde zur neuen „Zauberenergie“, die sich zu günstigen Preisen in rauen Mengen herstellen ließ. Die Katastrophe von Tschernobyl (1986) hatte die allgemeine Begeisterung für Atomstrom gebremst.
Es wurden seitdem – mit Ausnahme Chinas – nur noch wenige neue Anlagen errichtet, das Marktwachstum nahm spürbar ab und stagnierte schließlich.
Erst seit wenigen Jahren wendet sich das Blatt. Vor dem Hintergrund der Klimadebatte gewinnt die Kernkraft wieder Akzeptanz, weil Atomstrom CO2-frei erzeugt wird. Daneben sorgte der Ukrainekrieg, als die Strompreise explodierten, für eine neue Sichtweise auf die nukleare Technik. Daneben entwickelte die Branche das Konzept des Mini-Kraftwerks oder zu Englisch Small Modular Reactors (SMR).
Dabei versorgen viele kleine Kraftwerke dezentral. Außerdem werden diese Anlagen quasi wie ein Fertighaus erstellt. Die einzelnen stark standardisierten Module werden im Werk gefertigt und auf der Baustelle in relativ kurzer Zeit nur noch zusammengefügt. Das senkt die Kosten und macht Kernkraft nun auch erschwinglich für Schwellenländer wie etwa Indien.
Nur ganz am Rande: Die Weltbank entwickelt aktuell Finanzierungsmodelle, damit die SMR- Kraftwerke mittelfristig sogar in Afrika errichtet werden können. Derzeit hat der Kontinent lediglich ein Kernkraftwerk in Südafrika.
Weltweit 57 Kernreaktoren im Neubau
Das US-Unternehmen BWX Technologies ist einer der großen Spezialisten für die Kernkraft. Man deckt – bis auf die Uranförderung – die komplette Wertschöpfungskette ab. Man plant, baut und wartet Atomanlagen. Gegebenenfalls baut man die Anlagen auch wieder ab, wenn der Weiterbetrieb nicht mehr möglich ist. Aktuell baut BWX eine Anlage zur Urananreicherung im US-Bundesstaat Tennessee.
Schauen wir uns einmal das Marktpotenzial an. Zunächst global: Momentan befinden sich weltweit 57 Kernreaktoren im Bau. Allein China errichtet derzeit 28 Anlagen. 36 sind dort in der Planungsphase und sollen in den nächsten 15 Jahren ans Netz gehen. Die Internationale Atomenergie-Organisation IAEO prognostiziert, dass die globalen Kapazitäten bis 2050 um den Faktor 2,5 gesteigert werden.
Jetzt der US-Markt oder der Heimatmarkt der BWX: Bereits in der Ära Joe Biden haben die USA eine Verdreifachung der Kapazitäten bis 2050 beschlossen. Danach sollen in diesem Zeitraum 200 Gigawatt neu installiert werden. Zu Vermeidung von Missverständnissen: 200 Gigawatt ausschließlich Atomstrom. Das entspricht fast der gesamten bundesdeutschen Kapazität.
Donald Trump wird die Planungen der Vorgängerregierung nicht ändern. Die US-Demokraten begreifen die Kernenergie als Antwort auf den Klimawandel. Donald Trump schätzt die Technologie als Lieferant günstiger Energie. Also unterschiedliche Motivation, trotzdem gleiches Ziel. BWX hat folglich die Unterstützung aller US-Parteien, sowohl in Washington wie auch in den Bundesstaaten. Das ist mir wichtig, da ich für uns langfristig mit der BWX- Aktie plane.
Künstliche Intelligenz als zusätzlicher Treiber
Unterdessen wirkt die zunehmende Verbreitung der Künstlichen Intelligenz sowie der Cloud-Technologie als großer Treiber für die Nuklear-Unternehmen. Ein Beispiel: Der US- Versorger Constellation Energy wird das 2019 still gelegte Three Mile Island-Kraftwerk – heute Crane Clean Energy Center – 2028 wieder anfahren. Die Stromproduktion der Anlage in Pennsylvania ist schon jetzt für 20 Jahre fest von Microsoft gebucht. Man benötigt sie für seine Rechenzentren der US-Ostküste. Spontan fällt mir kein anderes Geschäftsmodell ein, in dem ein Unternehmen seine Produktion oder Dienstleistung bereits vorab für einen solch langen Zeitraum verkaufen kann.
Three Mile Kernkraftwerk in den USA
Kommentar: Ein veraltetes Bild, als noch sämtliche drei Blöcke produziert haben. Aber bald ist dieses Bild wieder aktuell, wenn Reaktor 1 erneut angefahren wird. Es ist übrigens ein absolutes Novum in den USA, dass ein abgeschalteter Reaktor wieder revitalisiert wird.
Dieses Beispiel verdeutlicht die Goldgräberstimmung, die aktuell unter den Versorgern und ihren Zulieferern wie BWX herrscht. Noch ein Treiber: Die zunehmende Verbreitung der E- Mobilität verlangt praktisch jedes Jahr neue (nukleare) Kapazitäten.So prognostiziert die US-Energieinformationsbehörde (EIA), dass die USA in diesem Jahr so viel Strom verbrauchen werden, wie noch nie zuvor. Für 2026 wird wieder ein neuer Rekord erwartet usw.
Natürlich werden die Amerikaner die Mehrnachfrage auch aus anderen Quellen befriedigen, wie etwa Sonne oder Wind. Aber vor allem in punkto Versorgungssicherheit ist die Kernkraft alternativlos, sofern man nicht Gas oder Kohle verbrennen will.
BWX als Unternehmen der Verteidigung und Rüstung
Das US-Unternehmen ist allerdings nicht nur im Segment der zivilen Kernkraft aktiv, sondern zudem auch noch als Ausstatter des US-Militärs. So liefert man Komponenten für atomgetriebene U-Boote und Flugzeugträger. Den Kernbrennstoff für die Wasserfahrzeuge hat man selbstverständlich auch im Angebot. Es bedarf keiner besonderen Erwähnung, dass die Defense-Sparte der BWX zuletzt ein starker zusätzlicher Gewinntreiber war.
Die Zahlen des US-Unternehmens spiegeln den Sachverhalt eindrücklich wider. So wächst der Umsatz seit Jahren. Auch der Gewinn legt – Ausnahme 2022 – permanent zu. Derzeit gehen die Analysten davon aus, dass der BWX-Gewinn in den kommenden Jahren um rund 10 % pro Jahr wächst. Ich halte diese Schätzungen für konservativ.
Zuletzt möchte ich noch das Thema der Kleinreaktoren vom Typ SMR (Small Modular Reactor) streifen. Ganz kurz: Diese SMR kommen einmal quasi als miniaturisierte Reaktoren daher, die im Kern genau wie ein konventioneller wassergekühlter Großreaktor funktionieren. Also alles wie bisher, nur kleiner.
Technologisch neu sind allerdings die sog. HTGR-Reaktoren (High Temperature Gass cooled reactor), die von nicht brennbarem und nicht-radioaktivem Helium gekühlt werden. Kurzum: Diese SMRs gelten im Betrieb als ausgesprochen sicher und erzeugen zudem noch hohe Abwärme, die man beispielsweise als Fernwärme nutzen kann.
Dieser neue Reaktortyp verlangt allerdings einen speziell verpackten Brennstoff, also Uran in sog. TRISO-Partikeln. Gegenwärtig darf in den USA lediglich BWX diesen TRISO-Brennstoff produzieren. Es ist typisch für die Branche, dass hier aus sicherheitspolitischen und regulatorischen Gründen Lizenzen nur sehr begrenzt vergeben werden. BWX hat eine solche lukrative Nische erobert.
So kaufen Sie die BWX Technologies Inc.:
WKN / ISIN:
Börsenplatz:
Kauflimit:
Gewichtung:
Depot:
A14V4U / US05605H1005
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