Ein Mauerblümchen macht sich schön
Alexander von Parseval
Liebe Börsianerinnen und Börsianer,
im internationalen Vergleich führt der österreichische Öl- und Gasförderer OMV schon ein Schattendasein. Denn die Aktie ist mit einer Marktkapitalisierung von unter 20 Milliarden Euro eher ein Leichtgewicht. Zum Vergleich: Die britische Shell bringt 190 Milliarden Euro auf die Börsenwaage, US-Player wie etwa Chevron agieren in einer nochmal größeren Gewichtsklasse.
Deshalb lassen viele Investoren die Aktie der OMV gerne einmal links liegen. Das werde ich in dieser Parseval-Ausgabe ändern und die Österreicher weithin sichtbar aufs Schild heben. Denn in Wien rührt sich etwas. So wird das Unternehmen seine Aktivitäten der Petrochemie abspalten und sich damit von einem Drittel seines Umsatzes trennen. Gleichzeitig erschließt man ein enormes Gasfeld im Schwarzen Meer und wird bereits im nächsten Jahr zum größten Gasförderer der EU aufsteigen. In diesem Fall wird man sogar den Giganten Shell in den Schatten stellen.
Kurzum: Das Unternehmen erfindet sich (fast) neu. Und weil eben die OMV-Aktie so ein Mauerblümchen des europäischen Kurszettels ist, sind diese Sachverhalte noch nicht im Kurs eingepreist. Und weil der Kurs letztlich zurückgeblieben ist, holen Sie sich zudem noch eine echte Monsterdividende von 8 %. Und ja, diese Dividende ist nicht nur sehr hoch, sondern auch noch sicher.
Jetzt aber ran an die Empfehlung, damit Sie von der anstehenden Neubewertung der OMV sofort profitieren!
Ich wünsche Ihnen ein schönes Wochenende!
Alexander von Parseval
